Niemals geht man so ganz, heißt es in einem Lied, das häufig auf Trauerfeiern gespielt wird. Die IPA Essen trauert und geht auch. Genau gesagt, sie zieht um. Wie alle Polizeistellen in der ehemaligen Polizeischule. Die im Mai geplante Abschiedsfeier auf dem weitläufigen Gelände der Norbertstraße 165 musste aufgrund der Corona-Pandemie leider ausfallen. Auch unsere monatlichen Treffen im „IPA-Heim“ fanden nicht statt. Jetzt lockert sich so langsam das gesellschaftliche Leben wieder. So wollen wir „Tschüs“ sagen.IPA Collage AbschiedWir treffen uns zum letzten Mal im IPA-Heim und nehmen Abschied von der IPA-Wohnung, die vielen Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland  eine Übernachtungsmöglichkeit in Essen bot, vom Polizeimuseum mit seinen rund 5.000 Exponaten und vom Heim, das vielen Mitgliedern unterschiedliche Feiern ermöglichte.

Der letzte „Stammtisch“ und die kleine Abschiedsfeier finden am Dienstag, dem 7. Juli 2020, ab 15.00 Uhr bei Freibier, anderen Getränken und in Erinnerungen schwelgend „oben auf dem Berg“ in Bredeney statt.

Text/ Foto: Uwe Klein

Die Polizei und die IPA trauert um Werner Swienty. Er starb nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren am vergangenen Dienstag.

Werner Mit 17 Jahren ging Werner Swienty 1962 zur Polizei und versah nach der Ausbildung zunächst Dienst in der Innenstadt, dem ehemaligen Schutzbereich I („Weber- und Gerlingwache“). Auch sein Vater war schon Polizist. Nach dem Aufstieg in den gehobenen Dienst verschlug es ihn in den Schutzbereich III („Borbecker Hauptwache an der Schlossstraße“) und später als Zugführer zur Einsatzhundertschaft. Durch sein starkes Engagement in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) wurde er 1978 Personalratsvorsitzender im Polizeipräsidium Essen, danach folgten Stationen als Vorsitzender der Personräte der Bezirksregierung und des Innenministeriums in Düsseldorf. Gleichzeitig war Werner Swienty Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei. 2005 ging der Erste Polizeihauptkommissar in Pension. In Essen engagierte es sich weiterhin in der Seniorengruppe der GdP.

Sein jüngerer Bruder Manfred eiferte Werner nach und war ebenfalls bis zum Eintritt in den Ruhestand Personalratsvorsitzender der Essener Polizei.

Werner Swienty war in der Essener Sportlandschaft kein Unbekannter, zunächst als Fußballer bei Adler Frintrop und später als Trainer in Bredeney. Darüber hinaus war er langjähriges Mitglied der International Police Association (IPA).

Werner Swienty

 

Im Informations- und Bildungszentrum (IBZ) in Gimborn ruht derzeit der Seminarbetrieb komplett. Laufende Kosten bleiben, Einnahmen sind hier nicht zu erzielen. Die Mitarbeiter stehen in Kurzarbeit.Damit nicht alle dortigen Aktivitäten untergehen, bietet das IBZ Webseminare an („Webinare“).Eins richtet sich an Beamtinnen und Beamte, die kurz vor dem Ruhestand stehen.Referent ist er langjährige, erfahrene Senioren-Experte der GdP-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen Klaus Büscher.

TERMINE / THEMEN

25. Mai 2020 - 18:00 Uhr Pension, Zuverdienst, Versorgungsausgleich

26. Mai 2020 - 18:00 Uhr Beihilfe

27. Mai 2020 - 18:00 Uhr Verfügungen und Vollmachten

28. Mai 2020 - 18:00 Uhr Pflege, was nun?

Kosten: 39 Euro für IPA-Mitglieder – 59 Euro für alle anderen

Alle weiteren Information auf Anfrage unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter www.ibz-gimborn.de

Info: Gegründet von der International Police Association (IPA) richtet sich das Bildungsangebot hauptsächlich an Polizeibedienstete im In- und Ausland. Neben dem eigenen Seminarprogramm ist das IBZ auch idealer Treffpunkt für Gruppen oder Institutionen, um eigene Veranstaltungen durchzuführen

Gimborn

Text: Uwe Klein - Foto: IBZ Gimborn

Ein Blick in die Einsatzleitstelle der 1970er- und 1990er-Jahre. Es zeigt die Kollegen der Dienstgruppe B mit dem erst kürzlich im Alter von 86-Jahren verstorbenen Wilfried Krebs (vorne links). Rechts im Bild steht Alfred Wansel. Vor ihm am Funktisch telefoniert der Dienstgruppenleiter und unser IPA-Mitglied Heinrich Hachmann, der uns dankenswerterweise das Foto zur Verfügung gestellt hat.  Einsatzleitstelle 70er

Die Leitstelle war damals noch im obersten Stockwerk des Hauptgebäudes zur Südseite hin unter dem Adler untergebracht. Im Hochsommer war es dort brütend heiß. Reinhard Ehm, Leiter der Dienstgruppe C und ehemaliger IPA-Vorsitzender, verschaffte sich ein bisschen provisorische Abkühlung im Wassereimer. Eine Klimaanlage gab es zu dieser Zeit nicht.Einsatzleitstelle Reinhard Ehm

In den 1970er-Jahren schaute der Chef im Sommer auf das außenliegende Thermometer. Und wenn die entsprechende Temperatur nach der Anzugsordnung es hergab,  hörten alle die sonore Radiostimme von Heinrich Hachmann: „Hier Gruga an alle, hier Gruga an alle. Anzugserleichterungsstufe 1 bzw. 2 ist angeordnet. Ich bitte um Quittierung.“ Die Erwiderungen aus den sechs Schutzbereichen (SB I - VI) ließen nicht lange auf sich warten: „SB I usw. , verstanden.“ Stufe 1 hieß nach der Anzugsordnung: Uniformjacke aus. Stufe 2:  Sommerhemd anziehen oder wenn nicht vorhanden Krawatte ab, Ärmel hochkrempeln (wegen der Einheitlichkeit). Dieser Akt der klimagemäßen Erleichterung wurde in das Funkbuch eingetragen. Soweit nicht im Einsatz kamen alle Sreifenwagen  - heutiger Begriff Einsatzmittel - zur Wache und kleideten sich um.

Einsatzleitstelle Polizeiprsidium 2011 3

Ende der 1990er-Jahre zog die Leitstelle in den neuen Westflügel um. (Uwe Klein)

 

Wir trauern um einen jungen Kollegen, der heute Morgen bei einem Polizeieinsatz gegen einen Drogendealer in Gelsenkirchen-Buer erschossen wurde. Der 28-jährige Beamte des SEK-Münster starb etwa eine Stunde nach der Schussabgabe in einer Klinik. Der Schütze (29) wurde festgenommen.

Auf der Homepage der Polizei Münster heißt es: "Es fällt uns schwer, die passenden Worte für das Unfassbare zu finden. In Ausübung seines Dienstes ist unser Kollege heute, am 29. April 2020, erschossen worden. Die Todesnachricht hat uns tief erschüttert. Er wird uns sehr fehlen. In diesen schmerzvollen Stunden sind wir in Gedanken bei seiner Familie und seiner Lebensgefährtin. Wir werden ihn sehr vermissen." 

 Polizei Mnster

In der gemeinsamen Presserklärung der Polizei Gelsenkirchen und Staatsanwaltschaft Essen heißt es u. a.:

Gegen 6 Uhr wollten Ermittler der Gelsenkirchener Polizei einen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Essen im Zusammenhang mit einem laufenden Ermittlungsverfahren vollstrecken. Ein 29-jähriger Gelsenkirchener steht im Verdacht, gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen zu haben. Zudem lagen der Polizei Hinweise vor, dass der Beschuldigte im Besitz einer Schusswaffe sein soll. Daher wurden die Gelsenkirchener Beamten bei dem Einsatz von einem SEK aus Münster unterstützt.

Fortschreibung:

Bei der Vollstreckung des Beschlusses gab der 29-Jährige zwei Schüsse auf die SEK-Beamten ab. Ein Schuss traf den 28-jährigen Polizisten. Die SEK-Beamten erwiderten das Feuer. Der Angreifer blieb unverletzt und ließ sich dann widerstandslos festnehmen.

Nach Abschluss der Tatortarbeit durch die Mordkommission Krefeld  fanden die Beamten unter anderem folgende Gegenstände […]  Marihuana im Wert von etwa 1000 Euro, weitere Betäubungsmittel wie Kokain in geringeren Mengen, eine größere Menge Bargeld, ein offensichtlich scharfer Revolver, mehrere Luftgewehre und Messer, eine Paintball-Handgranate und selbstgebaute pyrotechnische Gegenstände.

Quelle:

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/50667/4584513

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/51056/4584534

Fortschreibung:

:Am heutigen Freitagmittag, 30. April 2020, wurde der gestern auf der Augustin-Wibbelt-Straße in Gelsenkirchen-Buer festgenommene 29-Jährige auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen einem Haftrichter vorgeführt. Der Richter ordnete für den Beschuldigten die Untersuchungshaft wegen Mordes an.

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/51056/4585279

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