Rund 100 IPA-Freunde trafen sich zum diesjährigen Sommerfest oben auf dem Berg, wie die Essener die ehemalige Polizeischule an der Norbertstraße in den Gründungsjahren nannten. Zu Beginn der 1930er-Jahre standen die Gebäude im Bauhausstil -  heute in Teilbereichen denkmalgeschützt - dort noch alleine  auf weiter Flur. Rings herum nur Felder. Bald wird diese historische Polizeiunterkunft Geschichte sein. Deshalb war es ein besonderes Jubiläum im Rahmen des diesjährigen Sommerfestes auf dem weiträumigen Gelände unter schattigen Bäumen vor dem so genannten KV-Gebäude.

Im Mittelpunkt standen wie immer die Jubilarehrungen. In diesem Jahr konnte sogar ein 50-jähriges gefeiert werden. Eingerahmt von polizeihistorischen Fahrzeugen, historischen Uniformen, wunderbarer Musik von Vater und Sohn „Hemmelmann“ und dem Endspiel um die Fußballweltmeisterschaft auf großer Leinwand ging die Feier bei wunderschönem Sommerwetter bis in den Abend.

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Rückblick. Im März 1958 trafen sich die Gründungsväter und gründeten die  IPA-Verbindungsstelle Essen. Sie setzten die Idee des englischen Sergeanten Arthur Troop auf örtlicher Ebene um, der bereits kurz nach dem 2. Weltkrieg den Friedensprozess einläutete und einen internationalen Verbund von Polizeibediensteten ins Leben rief. Aus Feinden wurden Freunde. Die Vereinigung sollte Polizisten weltweit verbinden, ohne Rücksicht auf nationale Interessen, Rasse, Religion, Hautfarbe oder Weltanschauung. Der Name „International Police Association“. Kurz IPA. Das Motto in der neutralen internationalen Plansprache, die die Verständigung zwischen Menschen verschiedener Völker erleichtert und kulturelle Gleichberechtigung ermöglicht, lautet: „Servo per Amikeco“. Übersetzt: „Dienen durch Freundschaft“.  Polizeioberwachtmeister Joachim Stock hieß der erste Verbindungsstellenleiter. In den folgenden sechs Jahrzehnten wurden viele nationale und internationale Kontakte geknüpft. Einzigartig ist das Polizeimuseum an der Norbertstraße mit rund 5000 Exponaten. In dem ehemaligen Wohnkomplex für Polizeifamilien befinden sich auch das IPA-Heim und die Wohnung, die vorübergehend Heimstatt von unzähligen Polizeikollegen und Auszubildenden wurden. Noch. Denn das Ende und der Umzug in die ehemaligen Karstadtgebäude, nur einen Steinwurf entfernt, stehen bevor.

Beim diesjährigen Fest trafen sich viele ältere Kollegen wieder. So wie der Erste Polizeihauptkommissar a. D. Theo Paul und Polizeidirektor a. D. Gerd Scheidtmann. Beide traten schon Anfang der 1950er-Jahre (!) in die Polizei und die IPA ein.

Der jetzige Verbindungsstellenleiter Rainer Wittka sprach von einem gelungenen Fest und Jubiläum. Ein wenig Sorge macht er sich um den Nachwuchs in der aktiven Arbeit, obwohl die IPA Essen mit rund 500 Mitgliedern eine der größten im Lande ist. Die IPA ist nach wie vor ein Bestandteil der polizeilichen Öffentlichkeitsarbeit und tritt bei vielen Veranstaltungen auf, teilweise in historischen Polizeiuniformen. Hoffen wir, dass dies Idee am Leben bleibt und noch viele Jubiläen folgen. Eben: „Servo per Amikeco – Dienen durch Freundschaft“.

Text/ Fotos: Uwe Klein

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